auch LTB
4
können die Second-Messenger-Reaktion (und damit die Inositolphosphatbildung)
auslösen bzw. verstärken, was wiederum zu vermehrter LTB
4
-Produktion durch PMN führt und
die Second-Messenger-Produktion erhöht usw. Eine geringere PAF- bzw. LTB
4
-Produktion
könnte also auch die Bildung von Second-Messenger-Produkten modulieren.
Ein weiteres Feld der Signaltransduktion, auf dem die antiinflammatorische Wirksamkeit
der Eicosapentaensäure ihren Ursprung haben könnte, ist der direkte Angriff am Zellkern: Neuere
Untersuchungen zeigen, daß freie Fettsäuren an den Peroxisomen Proliferations-Aktivator
Rezeptor α (PPARα) des Zellkerns binden können, der die Expression von u.a. für den
Lipidmetabolismus wichtigen Genen steuert (
). Allerdings bedarf es weiterer Untersu-
chungen, um zu erforschen, ob EPA auch auf diesem Level einen Einfluß auf die Signaltrans-
duktion hat.
4.2. Bedeutung der Cyclooxygenase und Phospholipase A
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für die
immunmodulierende Wirkung von EPA am Inkubationsmodell
4.2.1. Bedeutung der Cyclooxygenase
In den durchgeführten Versuchen hatte die Inhibition der Cyclooxygenase von PMN und
EC keinen signifikanten Einfluß auf die Bildung von Lipoxygenaseprodukten und Elastase.
Durch die Hemmung der Cyclooxygenase wird der zweite wichtige Abbauweg der AA (neben
dem Lipoxygenaseweg) gehemmt. Produkte der Cyclooxygenase sind die Thromboxane und
Prostaglandine, die ihrerseits teils proinflammatorische, teils antiinflammatorische Wirkung
besitzen. Ziel der Inhibition war es, mögliche Einflüsse der Cyclooxygenaseprodukte im Hinblick
auf die antiinflammatorische Wirkung der EPA herauszufiltern und die alleinige Auswirkung der
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